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ContraWettbewerbsattacken gegen die moderne Peressigsäure-Desinfektion - nur ein Ärgernis? Es versteht sich, dass das Wofasteril-Kombiverfahren als Auftakt zur modernen Peressigsäure-Desinfektion manchem Wettbewerber ein Dorn im Auge ist. Namentlich denen, die Desinfektionsmittel auf Basis obsolet gewordener oder leistungsschwächerer Wirkstoffe vertreiben. Dort sucht man fleißig nach allen möglichen Argumenten, die geeignet sind, solche zukunftsorientierten Verfahren bei den Anwendern in Mißkredit zu bringen. Wenn dem nicht so wäre, spräche das auch nicht gerade für herausragende Leistungen einer Innovation, denn "Tote Hunde tritt man nicht." Welche Argumente werden gern und oft eingesetzt? Die folgende Aufzählung ist beileibe nicht vollständig: Peressigsäure sei 3. neurotoxisch 5. explosiv 6. die Entwicklung von Spulwürmern aus den Oozysten fördernd 7. sehr instabil in Konzentraten und Gebrauchslösungen 8. extrem korrosiv 9. sehr geruchsbelästigend 10. nicht zur Ausbringung mit Hochdrucktechnik geeignet Derartige, mit oft gerazu verbissener Emsigkeit vielerorts - und durchaus nicht ohne Erfolg - betriebenen Attacken sind wohl ärgerlich, aber haben auch ihr Gutes. Sie liefern den Antrieb zur ständigen Weiterentwicklung, zur kontinuierlichen Verbesserung der Produkte und führen zu Verfahren, die optimal auf die Belange des Anwenders zugeschnitten sind. Über den hilfreichen Einfluß von Widersachern erfahren wir Aufschlußreiches in Goethe’s Faust I. Dort offenbart sich Mephisto als "...Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." Ein paar Szenen vorher, im Prolog im Himmel spricht der HERR: "Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen, er liebt sich bald die unbedingte Ruh. Drum geb ich gern ihm den Gesellen zu, der reizt und wirkt und muss als Teufel schaffen." Hier soll beileibe niemand "verteufelt" werden. Goethes treffende Dichterworte zeichnen aber in schöner Klarheit die ewige Dialektik von Spieler und Gegenspieler. Es wird viel zu wenig verinnerlicht, dass das Spiel endet, wenn die Gegenspieler abhanden kommen. Im übertragenen Sinne heißt das: die Antriebskraft der Fortentwicklung flaut ab, Selbstzufriedenheit macht sich breit und Stagnation folgt. Das sieht man in wirtschaftlich uninteressant gewordenen Gebieten, in denen der Wettbewerb einschläft. Oder auch dort, wo ein finanzstarker Spieler seine Gegenspieler einfach aufkauft. Es wird mit der Zeit nur noch vertrieben: Raffiniertes Marketing statt Forschung und Fortschritt, immer mehr Schein statt Sein. Man kann nicht genug betonen: Hiervor schützen uns einzig intakte Gegenspieler, selbst die Ärgsten unter ihnen! Dafür gebührt ihnen Dank – selbst wenn er so nicht gewollt ist.
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