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Neuigkeiten rund um die KESLA

 
02.11.2011

Pressemitteilung

„Weitere Vermarktungsverbote für Formaldehyd bei Desinfektionsanwendungen treten in Kraft – Alternativen gefragt“

 

Die Gesundheitsgefährdung des Menschen durch formaldehydhaltige Desinfektionsmittel ist schon lange bekannt. In zeitlicher Staffelung ist in diesem Sommer das Aus für das Inverkehrbringen von Formaldehyd als Biozid in verschiedenen Anwendungsbereichen auf EU-Ebene besiegelt worden. Anwender und Händler suchen jetzt vermehrt nach geeigneten Alternativen ohne sensibilisierende Inhaltsstoffe, wie etwa die hocheffektiven Desinfektions-Peressigsäure-Spezialitäten der KESLA PHARMA WOLFEN GMBH.

 

Formaldehyd ist einer der wichtigsten organischen Grundstoffe in der chemischen Industrie und dient als Ausgangsstoff für viele andere chemische Verbindungen. Die Liste der Anwendungsbereiche ist lang. Formaldehyd findet Anwendung etwa bei der Herstellung von Farb- und Klebstoffen, bei Arzneistoffen, bei der Textilveredelung („knitterfrei“), bei Düngemitteln, Selbstbräunern in der Kosmetik, der Konservierung oder auch der Desinfektion.

 

Der Umgang mit Formaldehyd kann Allergien hervorrufen. Bei chroni-scher Exposition gilt es sogar als krebsauslösend und beeinträchtigt das Gedächtnis, die Konzentrationsfähigkeit und den Schlaf. Die Aspekte gesundheitlicher Gefahren sind seit Jahren bekannt. 2004 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Welt-gesundheitsorganisation WHO die Substanz Formaldehyd als „krebser-regend für den Menschen“ (CMR-Gefahrstoff) ein. CMR-Stoffe (karzinogene, mutagene und reproduktionstoxische Stoffe) zählen zu den besonders gefährlichen Stoffen und sollten durch weniger gefähr-liche Stoffe substituiert werden. Auf der Einstufung der WHO gründen sich auch neuere Einschätzungen des Berliner Bundesinstituts für Risi-kobewertung (BfR), die Formaldehyd ebenfalls als „krebsauslösend für den Menschen“ einstuft. Das BfR nennt neuere epidemiologischen Studien über eine erhöhte Sterblichkeit durch Tumore des Nasen-Rachenraumes bei Arbeitern, die in der Industrie Formaldehyd ausge-setzt waren, als Grund für die Neueinstufung.
 

Mit dem Beschluss 2011/391/EU der Kommission vom 1. Juli 2011 über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten sind konkrete zeitliche Termine verbunden, ab denen kein Formaldehyd als Biozid-Wirkstoff für eine Reihe von Anwendungsgebieten mehr auf den Markt gelangen darf. Betroffen hiervon sind beispielsweise ab dem 01.11.2011 die Produktarten 4 und 6 (Desinfektionsmittel für den Lebens-/Futtermittelbereich, Topf-Konservierungsmittel) und ab dem 01.07.2012 die Produktarten 1, 5, 9, 23 (Desinfektionsmittel für die menschliche Hygiene, Trinkwasserdesinfektion, Schutzmittel für Fasern, Produkte gegen sonstige Wirbeltiere). Bereits zuvor war die Anwendung bei den Produktarten 11, 12, 13, 18 und 21 (Schutzmittel für Flüssigkeiten in Kühl- u. Verfahrenssystemen, Schleimbekämpfungs-mittel, Schutzmittel für Metallbeschichtungsflüssigkeiten, Insektizide, Antifouling-Produkte) ebenfalls verboten worden. Für die Produktarten 2, 3, 20, 22 (Desinfektionsmittel im Privatbereich und öffentlichen Gesundheitswesen, Biozide für Hygiene im Veterinärbereich, Schutz-mittel für Lebens- und Futtermittel, Flüssigkeiten zur Einbalsamierung) liegt noch keine Entscheidung vor.
 

Vor allem Lebens- und Futtermittelverarbeiter und deren Händler, aber auch zunehmend problembewusste Landwirte und Tierärzte, die bisher das verhältnismäßig billige Formaldehyd in größerem Umfang bei der Desinfektion eingesetzt oder empfohlen haben, schauen sich nach geeigneten Alternativen um.

 

Mit seinen peressigsäurehaltigen Desinfektionsmitteln, deren Zerfalls-produkte im Wesentlichen Sauerstoff, Wasser und Essigsäure sind, tritt KESLA seit zwei Jahrzehnten für die Reduktion schwer abbaubarer und auf den Menschen sensibilisierend wirkender Desinfektionsmittel ein. Peressigsäure besitzt die höchste Wirkungsgeschwindigkeit aller Biozide. Die Zerfallsprodukte begünstigen den Einsatz etwa in land-wirtschaftlichen Betrieben mit nachgeschalteter Biogasanlage oder auch in lebensmittelverarbeitenden Betrieben. Die Anwendungskonzentration ist Sommer wie Winter gleichermaßen niedrig. Aufgrund der unspezifischen Wirkungsweise spielen selbst Keimresistenzen keinerlei Rolle und der von Praktikern oftmals geforderte Wechsel des Desinfek-tionswirkstoffes wird überflüssig. Mit der Alkalisierbarkeit der Peressigsäuremarke Wofasteril durch das Puffer- und Reinigungsadditiv alcapur hat KESLA schon seit Ende der 90er Jahre die Geruchsmi-nimierung und Materialschonung maßgeblich vorangetrieben.
 

 

Der Einsatz DVG-, IHO, VAH- und RKI-gelisteter Peressigsäure-Spezialitäten aus dem Hause KESLA, die maximale Wirkung mit mini-maler Einsatzkonzentration, kurzer Einwirkzeit und nahezu ohne Kälte-fehler erzielen, ist daher eine sinnvolle Alternative zum Formaldehyd. KESLA-Kunden kommen aus der Landwirtschaft und Tierhaltung, dem Aquakulturwesen, der Lebensmittelindustrie sowie dem Katastrophenschutz und der Medizin.