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Neuigkeiten rund um die KESLA

 
14.02.2012

Pressemitteilung

„Reduktion von Antibiotika in der Tiermast“

 

Der Einsatz von Antibiotika bei lebensmittelliefernden Tieren steht aus Sicht des Verbraucherschutzes seit Jahrzehnten in der Kritik. Gefragt sind Strategien zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes etwa durch anderweitig über die Fläche auszubringende und antiseptisch wirkende Substanzen.
 
Ziel ist immer die Kappung und Reduktion der Ausbreitung von Infektionserregern und der durch sie verbreiteten Krankheiten. Hier finden zunehmend Desinfektionsmittel auf Basis von Peressigsäure (PES) Einzug in die Stallhygiene.
 
PES ist eine nichtrückstandsbildende Substanz mit einem sehr breiten antimikrobiellen Wirkungsspektrum, die in der Infektionsprophylaxe und –bekämpfung wachsende Anwendung findet.
 
Die KESLA PHARMA WOLFEN GMBH engagiert sich seit zwei Jahrzehnten in der Entwicklung hocheffektiver Peressigsäure-Spezialitäten, die unter der Premiummarke Wofasteril Ihresgleichen am Markt suchen.
 
Ein gut funktionierendes Hygieneregime ist eine der wesentlichsten Grundvoraussetzungen, um Infektionskrankheiten und somit dem Einsatz von Antibiotika bei landwirtschaftlichen Nutztieren entgegenzuwirken. Die Desinfektion nimmt dabei in jedem Hygieneregime eine zentrale Stellung ein. Um eine hinreichende Qualität der Desinfektion zu erreichen, sollten Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen, deren Wirksamkeit durch Listungen der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) und des Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz (IHO) für den jeweiligen Einsatz geprüft wurden.
 
PES weist bereits in sehr niedrigen Gebrauchskonzentrationen eine umfassende mikrobizide Wirkung auf, die neben Bakterien auch sogenannte behüllte und unbehüllte Viren sowie Bakteriensporen und Pilze (Hefen, Schimmelpilze und Hautpilze) erfasst. Eine Resistenzbildung gegenüber PES ist nicht möglich.
 
Während andere Desinfektionswirkstoffe, wie etwa Aldehyde und organische Säuren im Niedrigtemperaturbereich nur noch mit Einschränkungen eingesetzt werden können („Kältefehler“), ist die PES auch bei Temperaturen um 0°C noch gut wirksam, ohne dabei höher dosiert werden zu müssen.
 
Ein weiterer Vorteil der PES ist ihr vorteilhafter Zerfall in die Abbauprodukte Essigsäure, Wasser und Sauerstoff. Rückstandshygienische Probleme bestehen beim Einsatz von PES nicht. Da PES von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) durch Aufnahme in den Anhang II (pharmakologisch wirksame Stoffe, für die es im Interesse des Schutzes der öffentlichen Gesundheit nicht notwendig ist, eine Höchstmenge für Rückstände in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs festzulegen) der Verordnung (EWG) Nr. 2377/90 als nicht rückstandsbildende Substanz eingestuft wurde, sind selbst bei direkter Anwendung des Wirkstoffes am Tier keine Wartezeiten einzuhalten.
 
Neben der Desinfektion während der Serviceperiode im tierleeren Stall können mit PES-Präparaten bei sachgemäßer Anwendung auch Zwischendesinfektionen von gereinigten, belegten Buchten und Standplätzen sowie von Stallarbeitsgängen bei bestimmten Infektionskrankheiten zur Beherrschung des Krankheitsgeschehens beitragen. Sofern keine Tierarzneimittel hiergegen eingesetzt werden können, kann eine Umwidmung des Humanarzneimittels Wofasteril über den behandelnden Tierarzt erfolgen. Einsatzbereiche ergeben sich bei der Behandlung von bestimmten Hauterkranken, wie der Kälberflechte, dem Euter-Innenschenkelekzem bei vorwiegend erstlaktieren-den Kühen, dem Ferkelruß oder auch bei der Dysenterie-Sanierung, einer Durchfallerkrankung im Schweine- bzw. Sauenbereich.
 
Zahlreiche weitere Untersuchungen bei anderen Nutztierarten unterstreichen die Wirkung von PES, etwa durch die Mastitisprophylaxe und –bekämpfung in der Milchviehhaltung mit dem Tier-Arzneimittel Upersan dip auf PES-Basis oder zur Behandlung der Endometritis bei Kühen mit dem Tier-Arzneimittel Uterofertil auf PES-Basis und der im Vergleich zu Antibiotikabehandlungen erkennbaren Vorteile einer solchen Therapie durch eine in der Regel günstigere Kostenge-staltung, der Rückstandsfreiheit und damit dem Wegfall von Wartezeiten für Milch und Fleisch, der fehlenden Resistenzbildung und dem breiten Wirkungsspektrum.
 
Die Auswahl des Desinfektionsverfahrens sollte die stallbau- und gerätetechnischen sowie arbeitsorganisatorischen Gegebenheiten berücksichtigen. Der universelle Einsatz von Wofasteril in allen Produktionsstufen stellt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Tiergesundheit und Leistung dar: Senkung des Infektionsdruckes, Unterbrechung von Infektketten, Senkung der Kosten für Tierarzneimittel, Verbesserung der Tiergesundheit, Senkung des Verlustgeschehens.
 
Peressigsäure besitzt die höchste Wirkungsgeschwindigkeit aller Biozide. Die Zerfallsprodukte begünstigen den Einsatz etwa in landwirtschaftlichen Betrieben mit nachgeschalteter Biogasanlage oder auch in lebensmittelverarbeitenden Betrieben. Die Anwendungskonzentration ist Sommer wie Winter gleichermaßen niedrig. Aufgrund der unspezifischen Wirkungsweise spielen selbst Keimresistenzen keinerlei Rolle und der von Praktikern oftmals gefor-derte Wechsel des Desinfektionswirkstoffes wird überflüssig.
 
Die Peressigsäuremarke Wofasteril wurde 1991 durch Gutachten des Bundesamtes für Materialforschung als nicht explosiv eingestuft und erhielt die Zulassung für den Transport auf Straßen,- Bahn- und Wasserwegen. Mit der Alkalisierbarkeit des Wofasteril durch das Puffer- und Reinigungsadditiv alcapur hat KESLA schon seit Ende der 90er Jahre die Geruchsminimierung und Materialschonung maßgeblich vorangetrieben. Die wachsende KESLA-Kundschaft kommt aus der Landwirtschaft und Tierhaltung, dem Aquakulturwesen, der Lebensmittelindustrie sowie dem Katastrophenschutz und der Medizin.