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Neuigkeiten rund um die KESLA

 
19.01.2015

PRESSEMITTEILUNG

„Krankenhauskeime häufig im Putenfleisch“
 

Bitterfeld-Wolfen, 19.01.2015

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt vor multiresistenten Keimen und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist in seinen jährlichen Zoonosen-Monitoring-Berichten auf derartige Gefahren sowie hygienische Verbeugungsmaßnahmen hin. Demnach kann vor allem billiges Putenfleisch vom Discounter die Gesundheit von Verbrauchern gefährden. KESLA, Entwickler und Hersteller hochwirksamer Desinfektionsmittel auf Basis der Premium-Peressigsäure Wofasteril, unterstreicht, das Keimre-sistenzen bei Peressigsäure-Anwendungen keine Rolle spielen und diese daher vorteilhaft sowohl bei der Stalldesinfektion als auch in der nachgela-gerten Schlacht- und Verarbeitungskette eingesetzt werden können.
 
Der BUND hat bei 5 Discounterketten (Aldi, Lidl, Netto, Penny, Real) in unterschiedlichen Städten 57 Proben bei Putenfleisch gezogen und untersuchen lassen. Bei 50 der 57 Proben fanden die Tester die gegen viele Antibiotika unempfindlichen MRSA-Keime (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) und ESBL-bildende Keime, die bestimmte Antibiotika zerstören. Bei diesem Test enthielten folglich 9 von 10 Proben die im Volksmund als „Krankenhaus-Keime“ bekannten bakteriellen Erreger.
 
Eine Forderung des BUND ist, dass in der Tierhaltung keine Reserveantibiotika zum Einsatz kommen, da diese in der Humanmedizin aufgrund der Überbenutzung der Medikamente als Notfallmittel eingesetzt werden. Das laufende Antibiotika-Monitoring und die für Erzeuger neuen gesetzlichen Meldepflichten des Antibiotika-Einsatzes sollen helfen, den Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung deutlich zu reduzieren.
 
Nach wie vor bestätigen die jährlichen Zoonose-Monitoring-Berichte des BfR die Resistenzproblematik: „Die Keime stammen ursprünglich aus der Tierhaltung und werden während des Schlachtprozesses und der Weiterverarbeitung auf das Fleisch übertragen“, so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Diese Erkenntnis verlangt aus Sicht des BfR Maßnahmen auf mehreren Ebenen. Da von antibiotikaresistenten Keimen ein Gesundheitsrisiko ausgehen kann, müssen Anstrengungen unternommen werden, eine Ausbreitung resistenter Bakterien entlang der Lebensmittelkette zu vermeiden. Hierzu gehört neben der richtigen Lebensmittelverarbeitung auch die entsprechende Küchenhygiene.
 
KESLA rät Nutztierhaltern und bestandsbetreuenden Tierärzten, bei der Reinigung und Desinfektion in den Ställen nur solche Wirkstoffe einzusetzen, bei denen Keimresisten-zen aufgrund ihrer unspezifischen Wirkungsweise keine Rolle spielen. Dies sind zuvor-derst Desinfektionsmittel auf Basis der hocheffektiven Peressigsäure, die sich durch eine temperaturunabhängige, unspezifische, sichere und schnelle Wirkungsweise ohne Resistenzbildung auszeichnet. Der Zerfall in Wasser, Sauerstoff und Essigsäure be-günstigt darüber hinaus den Einsatz etwa in Tierhaltungsbetrieben mit nachgeschalteter Biogasanlage oder in lebensmittelverarbeitenden Bereichen.
 
Der von Praktikern häufig ins Feld geführte Satz „Ihr müsst das Desinfektionsmittel gelegentlich mal wechseln“ ist zwar in Bezug auf andere Wirkstoffe berechtigt, scheitert in der Praxis aber nicht selten an der Bequemlichkeit und mangelnden Kenntnissen der Anwender. In Bezug auf die Ausbringung von Peressigsäure-Produkten ist diese Emp-fehlung aber hinfällig. Die Gefahr der Ausbreitung resistenter Keime lässt sich durch regelmäßige Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Stall und den nachgelagerten Verarbeitungsbereichen eindämmen.
 
Für die Flächen-, Anlagen-, Geräte- und Fahrzeugdesinfektion in vor- und nachgelagerten Bereichen der Nahrungsmittelerzeugung haben sich die alkalisierbaren Peressigsäure-Spezialitäten von KESLA am Markt über viele Jahre bewährt. Vorteile liegen in einer Geruchsminimierung und einer maximalen Materialverträglichkeit auch bei Buntmetallen. Unter den antimikrobiell wirkenden Mitteln sind das Wofasteril E 400-Kombiverfahren und das innovative 1+1 Wofasteril SC super als Zweikomponentenmittel mit einem unübertroffenen Leistungsniveau hervorzuheben. Aci-nova ist als saures, schäumendes Einkomponentenmittel für Tierställe, Stalleinrichtungen und Fußwannen gut geeignet. Bei der Komplettdesinfektion – antimikrobiell und antiparasitär in nur einem Arbeitsgang – hat sich in Ställen das Ascarosteril AB als Alternative zu kresol-haltigen Mitteln am Markt durchgesetzt. WOFA-MAT-Desinfektionsgeräte erleichtern eine optimale Ausbringung der Zweikomponentenmittel als Desinfektionsschaum.