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Dem externen Erfahrungsaustausch dient ein regelmäßig veranstaltetes Wissenschafts-Praxis-Forum, das zu wichtigen Rahmenthemen Wissenschaftler und Anwender aus Forschung und Praxis in Bitterfeld-Wolfen zusammenführt.

 

Frühjahressymposium 2017

 
 
Das diesjährige Frühjahrssymposium stand unter dem Motto
„Desinfektion im Katastrophenschutz und Tierseuchenfall“.
 
Tagtäglich liest man in der Presse von Seuchenfällen. In den Jahren 2014/2015 richtete sich das Hauptaugenmerk auf Ebola, in diesem Jahr sind es Geflügelgrippe und Schweinepest, gefolgt vom Koi-Herpes-Virus. Nicht nur Landesämter mit den Amtstierärzten, als die angefragten Behörden, sondern auch Feuerwehren, THW, Hygieniker, Landwirte, ja fast die gesamte Bevölkerung ist mittlerweile sensibilisiert.
 
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Das Seuchengeschehen war für die Fachakademie für angewandte Hygiene mit der KESLA HYGIENE AG als Sponsor Anlass genug, im diesjährigen Frühjahrssymposium Möglichkeiten der Vorbeugung und Schadensbegrenzung durch Desinfektion im Katastrophenschutz und Tierseuchenfall zu thematisieren und einen Erfahrungsaustausch anzuregen.
 
Unter den geladenen Gästen waren viele Tierärzte, Hygieneverantwortliche, Mitarbeiter in Feuerwehren und aus dem Katastrophensektor.
Ziel dieser Veranstaltung war es, Wofasteril – das Stoffsystem, wenn es darauf ankommt, denen näher zu bringen, die es noch nicht kennen, die Wirkungsweise hervorzuheben und Erfahrungen mit Wofasteril im Seuchenfall auszutauschen.
 
 

Birgit Schreiner, als Leiterin der Fachakademie übernahm dieses Jahr die Eröffnungsrede, in der Gründungsvater und Visionär Dr. Gerd Schreiner als Initiator der Wissenschafts-Praxis-Foren, der späteren Symposien am Campus der KESLA Unternehmensgruppe geehrt wurde.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Anschließend erläuterte Dr. med. vet. Mario Mitsching, Hygienelabor Weimar, die Prinzipien und Grundlagen sowie die Bedeutung der Desinfektionsmittellisten. Er wies eindringlich darauf hin, dass die Amtstierärzte in der Pflicht sind, sich Kenntnisse zu den für den jeweiligen Fall möglichen Desinfektionsmitteln anzueignen, um im Seuchenfall die richtige Wahl treffen zu können.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dr. rer. nat. Tino Zdobinsky, KESLA, stellte Wofasteril als Stoffsystem mit mannigfacher Variationsfähigkeit bis hin zur Lösung der vielseitigen Desinfektionsaufgaben vor.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Im Anschluss daran präsentierte Dieter Jürgens als Vertreter der Tierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft mbH NRW, die Aufgaben der TSVG. Als Generalunternehmer und Dienstleister im Auftrag der Landwirte, Veterinäre und Tierseuchenkasse agiert diese Gesellschaft als eine bisher einzigartige Institution in Deutschland.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nach der Mittagspause erläuterten Thomas Kügler sowie Reinhard Steffler, Brandschutzamt Leipzig, die Einsatzorganisation von hochinfektiösen Transporten am Beispiel des Ebola-Falls 2014 in Leipzig und die Durchführung von Desinfektionsaufgaben bei Ausbruch einer Tierseuche am Beispiel des H5N1-Ausbruchs 2006.
 
 

Die beiden Praktiker konnten sehr anschaulich vom Ablauf berichten, so dass ihren Ausführungen ein aufmerksames und teilweise sehr überraschtes Publikum folgte.

 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Damit wurde auch ein brillanter Einstieg in die praktischen Technik-Vorführungen im Hause gefunden, die von Heiko Gärtner erklärend begleitet wurden und das Vortragsprogramm abrundeten.
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Anregende Diskussionen während der Pausen und im Anschluss der Vorträge zeigten uns, dass solche Veranstaltungen bitter nötig sind, um sich im Vorfeld mit der Handlungsweise in einem Katastrophenfall zu beschäftigen, sinnvolle Netzwerke zu schaffen und miteinander zu kommunizieren. Ein nachahmenswertes Beispiel ist auf jeden Fall die Tierseuchen-Vorsorge Gesellschaft mbH NRW (TSVG).